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„Kindermörderschmierereien" werden strafrechtlich verfolgt In großen roten Lettern an Wendener Hauptschule geschmiert Wenden, (cp) In großen roten Lettern konnte es jeder am Montagmorgen an der Stirnwand der Turnhalle der Konrad-Adenauer-Schule lesen: „Kindermörder"; Davor standen in halbmetergroßen Buchstaben die Namen von drei Lehrern der Wendener Hauptschule. Die Ratsmitglieder konnten abends das „Geschmiere" selbst in Augenschein nehmen, als die letzte Jahressitzung des Gemeinde-Parlaments in der Aula der Hauptschule stattfand. Dieser optische Eindruck veranlaßte die Parlamentarier dann zu einem von Teilen der Öffentlichkeit als „überzogen" bezeichneten Entschluß: Es wurde Strafantrag gegen Unbekannt gestellt. Inzwischen sollen die „Täter" schon ermittelt sein. Die Nachforschungen der von Rektor Becker beauftragten Lehrer haben ergeben: zwei Mädchen (16), die beide noch in der Schule sind, ein weiteres Mädchen und ein etwa gleichaltriger Junge, der nicht mehr der Schule angehört, kommen für die Schmiererei in Betracht. Rektor Becker sinngemäß zur WESTFALENPOST: Gegen die noch zur Schule gehörenden Schüler werden wir mit pädagogischen Mitteln vorgehen. Inwieweit die Beschädigungen versicherungsmäßig abzudecken sind, muß noch geprüft werden. In einem Statement von Gemeindedirektor Winfried Metzenmacher heißt es zu dem Ratsbeschluß u. a.: Es stimmt betrüblich, daß die Welle der Wandbeschmierungen offenkundig nun auch das Wendener Land erfaßt hat. Es ist beschämend, welches Vokabular bei dieser Schmiererei verwandt und obendrein in Beziehung zu geachteten Lehrpersonen gesetzt wird. Und es erscheint geradezu erschütternd, wenn derartige Besudelungen aus Köpfen und von Händen Jugendlicher stammen. Mit Lausbubenstreichen oder Kindereien lassen sich solche Schmierparolen nicht mehr abtun. Deshalb hat die Gemeinde entsprechend einem einstimmigen Ratsbeschluß gegen die Täter Strafantrag gestellt auch um auf eventuelle Nachahmer eine abschreckende Wirkung zu entfalten." Westfalenpost 22.12.79
Zwei verdiente Pädagogen traten in den Ruhestand Rektor Willi Kirsch und Irmgard Stracke verabschiedet - Feierstunde in Wenden Wenden, 16 Juni. In einer Feierstunde gestern morgen in der Konrad-AdenauerHauptschule wurden mit Rektor Willi Kirsch und Lehrerin Irmgard Stracke zwei langjährige verdiente Pädagogen in den Ruhestand verabschiedet. Die Direktorin des Kreisschulamtes Olpe, Elisabeth Bartmann, dankte beiden für ihren Dienst an den jungen Menschen. Gleichzeitig beglückwünschte sie Konrektor Wilhelm Becker, der auf eine 25jährige Tätigkeit im Schuldienst zurückblicken konnte. In der festlichen Stunde nahm Schulleiter Kirsch die Gelegenheit wahr, in launigen Worten auf seinen langjährigen Dienst zurückzublicken, den er immer gern ausgeübt habe. Schulamtsdirektorin Bartmann hob in ihren Dankesworten hervor, daß Willi Kirsch nach dem Zusammenschluß der drei Wendener Hauptschulen in die Konrad-Adenauer-Schule immerhin die größte Hauptschule im Regierungsbezirk Arnsberg geleitet habe. Während seiner gesamten Tätigkeit als Lehrer habe er sich stets für die Humanisierung des Schulalltags eingesetzt. Nachdem Willi Kirsch 1947 seine 1. Lehrerprüfung bestanden hatte, übernahm er 1947 seine erste Stelle in, Hünsborn. Zwei Jahre später wechselte er nach Olpe. Von 1960 an war er als Hauptlehrer in Schönau, von 1976 an leitete er die Hauptschule Wenden. Insgesamt hat Rektor Kirsch 32 Jahre als Lehrer, davon 19 Jahre als Schulleiter, gewirkt. Dank wurde auch Lehrerin Irmgard Stracke zuteil, die 1946 ihren Dienst aufnahm und fast 15 Jahre in Wenden gewirkt hatte. Gruß- und Dankesworte wurden den Pädagogen von vielen Seiten zugesprochen. Im Namen von Rat und Verwaltung der Gemeinde Wenden überreichte Gemeindedirektor Winfried Metzenmacher Rektor Kirsch ein Wappen der Gemeinde. Für eine lustige Einlage sorgte eine Gesangsgruppe, die musikalisch den Lebensweg von Rektor Kirsch nachzeichnete. Das Schulorchester bereicherte die Feier mit mehreren Beiträgen.
Siegener Zeitung 16.06.79 |
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